So finden Sie die richtige E-Commerce-Plattform

Es gibt weitaus mehr E-Commerce-Plattformen als Amazon und eBay: Teils unterscheiden sich diese ganz erheblich, sowohl was die gehandelten Produkte angeht als auch bei Grundgebühr und Verkaufsprovision sowie der technischen Infrastruktur. Für Händler und Verkäufer heißt das: die Wahl der passenden Verkaufsplattform will gut überlegt sein. Im folgenden Artikel geben wir Ihnen deshalb einen Überblick über die wichtigsten E-Commerce-Plattformen sowie deren Vor- und Nachteile.

 

Darum kommt es auf die Plattform an

 

Nicht alle Plattformen können und wollen alles gleich gut machen: Manche konzentrieren sich auf die reine Shop-Funktionalität. Bei anderen können Händler etwa Maßnahmen fürs Online Marketing zu buchen, um mehr Käufer anzusprechen. Auch bei der Art der angebotenen Waren gibt es erhebliche Unterschiede – so konzentriert sich etwa Etsy auf handgemachte und individualisierte Waren.

 

Die verschiedenen Plattform-Typen

 

Das Prinzip der Verkaufsplattform hat Pionier Amazon erfunden und perfektioniert. Ein paar Mausklicks genügen, um Produkte in den Warenkorb zu legen und sich per Paket nach Hause liefern zu lassen. Gegen Gebühren und Provisionen können mittlerweile kleinere Händler ihre Produkte unter dem Dach der Online-Handelsriesen anbieten und so von deren größerer Reichweite profitieren.

 

Auf Auktionsplattformen können private und professionelle Händler ihre Waren zusätzlich in Form verschiedener Auktionsarten anbieten. Reine Auktionsplattformen sind mittlerweile ausgestorben, alle bieten längst auch Waren als Sofortkauf zum Festpreis an.

 

Schließlich gibt es auch noch Webshops, die Händler auf dem eigenen Server hosten können oder als Clouddienst anmieten. Neben kostenfreien Open-Source-Lösungen gibt es auch mehrere kostenpflichtige Systeme. Egal, wofür Händler sich hier entscheiden, in jedem Fall benötigen sie Expertise für Einrichtung und Pflege, die sie einkaufen (und entsprechend einpreisen) müssen: sei es als hauseigenes IT-Team oder über externe Agenturen.

 

Amazon

 

Über diesen Onlinehändler muss man nicht viele Worte verlieren: Der Platzhirsch unter den Verkaufsplattformen konnte seinen Marktanteil im B2C-Onlinehandel in Deutschland 2020 auf 53 Prozent weiter steigern. Neben dem Eigenhandel hat Amazon mit Marketplace eine Plattform aufgebaut, auf der Händler aus aller Welt ihre Waren anbieten können.

 

✅ Vorteile

 

Amazon bringt mit bis zu 500 Millionen Besuchern pro Monat nicht nur eine gewaltige Zahl potenzieller Kunden mit: Marketplace-Verkäufer können außerdem Amazon Dienstleistungen wie Logistik-Service, Marketing- und Werbedienstleistungen in Anspruch nehmen. Erfolgt das Fulfillment über Amazon, profitieren Händler außerdem von den 15 Amazon-eigenen Logistikzentren in ganz Deutschland, die einen besonders raschen Versand ermöglichen.

 

❌ Nachteile

 

Amazon Marketplace ist groß, sehr groß – und vielleicht für manchen Anbieter zu groß. Im Dschungel der Angebote können insbesondere kleinere Händler untergehen, wenn sie sich nicht durch den Preis oder eine besondere thematische Nische von der Konkurrenz – die zunehmend aus China auf den europäischen Markt drängt – abheben. Darüber hinaus werden für jedes verkaufte Produkt Amazons Gebühren von 8 bis 15 Prozent fällig. Bei Produkten mit besonders niedrigen Gewinnspannen ist es deshalb teils nicht rentabel, sie auch auf Amazon Marketplace anzubieten.

 

eBay

 

Der Pionier unter den Online-Marktplätzen wurde 1995 in Kalifornien gegründet. Seither hat sich die sich eBay von einem C2C-Marktplatz mit flohmarktähnlichem Charakter zu einer B2C-Plattform mit Neuware von kommerziellen Händlern gewandelt. Im Bereich der Aktionshäuser ist eBay konkurrenzlos, nur in China wurde die Plattform durch Tabao verdrängt – ansonsten konkurriert man weltweit vor allem mit dem Handelsriesen Amazon.

 

✅ Vorteile

 

Die Bekanntheit von eBay ist schwer zu schlagen – die 240 Millionen monatlichen Website-Besucher werden nur noch von Amazon überboten. Seit 2019 testet die Plattform zudem in Deutschland und den USA mit ausgewählten gewerblichen Händlern eBay Fulfillment. Der Service umfasst u.a. Lagerung, Kommissionierung, Verpackung, Übergabe an Versanddienstleister und Sendungsverfolgung. Auch bei Usability ist eBay laut Händlerbefragungen weiterhin führend.

 

❌ Nachteile

 

Händler, die auf eBay aktiv sind, sind zwar mit Technik und Reichweite zufrieden. In Bezug auf die Prozesse stellen sie der Plattform jedoch ein eher gemischtes Zeugnis aus. Kritisiert werden unter anderem irreführende Prozesse, mangelnder Käuferschutz und die stark schwankende Qualität des Ebay-Supports.

 

Allegro

 

Die größte polnische Internetauktionsplattform hat ein Quasi-Monopol in Polen und ist auch in anderen Ländern Osteuropas gut etabliert, so etwa in der Tschechischen Republik, Ungarn, Russland und der Ukraine. In Polen war Allegro 2020 die beliebteste Handelsplattform. Nach eigenen Angaben werden monatlich 70 Millionen Gegenstände über die Plattform verkauft. Über 125.000 Verkäufer und 200 Millionen Angebote locken monatlich rund 20 Millionen Kunden auf die Website des Marktplatzes – das entspricht sagenhaften 80 Prozent aller polnischen Internet-User.

 

✅ Vorteile

 

Wer in Polen online verkaufen will, kommt an Allegro kaum vorbei. Neben dem Zugang zur größten Kundenbasis in Polen können E-Commerce-Anbieter noch weitere Vorteile verbuchen: dazu zählen die geringen Gebühren (auch Extra-Gebühren für die Eintragung von Produkten in Kategorien gibt es nicht), Zugang zu Management-Tools für Verkäufer sowie zahlreiche Werbemöglichkeiten.

 

❌ Nachteile

 

Der große Bekanntheits-Vorteil in Polen und anderen osteuropäischen Ländern ist gleichzeitig auch Allegros größter Nachteil im Rest des Kontinents: Der Markt in Westeuropa ist gesättigt und es würde das Unternehmen immense Investitionen kosten, hier einen nennenswerten Marktanteil zu erringen. Für Händler, die ihren Fokus nicht auf Osteuropa legen, ist Allegro daher nur am Rande interessant.

 

Shopify

 

Shopify ist eine proprietäre E-Commerce-Software bzw. eine E-Commerce-Plattform, mit der Unternehmen eigene Online-Shops erstellen und die Logistik auslagern können. Das 2004 in Kanada gegründete Unternehmen zählt seit dem Börsengang 2015 zu den großen Gewinnern des E-Commerce-Booms und wurde im August 2020 an der New Yorker Börse mit einem Wert von 110 Milliarden Dollar gehandelt. Shopify bietet Händlern drei kostenpflichtige Tarife, die sich an Größe und Umsatz des Kunden ausrichten.

 

✅ Vorteile

 

Shopify bietet umfangreiche Funktionalitäten für die Entwicklung der eigenen Marke, die Gestaltung der Online-Präsenz sowie die Erstellung des Shops. Shopify Payments ermöglicht die Einbindung aller gängigen Zahlungsarten. Weitere eingebettete Funktionen sind unter anderem die Zielgruppenanalyse mit SEO-Tools, Kampagnenanalysen und Dashboards sowie optionale Expertenunterstützung in Bereichen wie Marketing und Technik.

 

❌ Nachteile

 

Die deutschen Übersetzungen von Shopify stecken noch in der Betaphase – hier müssen Händler bei der Einrichtung manuell nachbessern, damit Kunden nicht unvermittelt mit englischen Textbausteinen konfrontiert werden. Auch lässt sich Shopify die zahlreichen Komfortfunktionen sehr gut bezahlen: Wird nicht das hauseigene Bezahlsystem Shopify Payments eingebettet, fallen zusätzlich zu den Monatsgebühren weitere Transaktionskosten an. E-Commerce-Händler sollten hier genau gegenrechnen, welche Leistungen sich für sie wirklich lohnen.

 

Rakuten

 

Die Rakuten Deutschland GmbH, ein Tochterunternehmen des japanischen Online-Finanzriesen Rakuten, war seit 2011 unter der URL rakuten.de aktiv. Das Prinzip des Online-Marktplatzes ähnelte ein wenig dem der bekannten Payback-Punkte: Endkunden kauften Produkte bei Partnershops oder über raktuen.de und sammelten mit dem Kauf sogenannte „Rakuten Super Points“, die sie in Gutscheine für Filme oder E-Books einlösen konnten. Zusätzlich wurde als Browsererweiterung der Rakuten Shopping-Assistent angeboten, der während der Websuche via Pop-up auf Partnershops verwies. Aufgrund anhaltender Verluste wurde der Marktplatz in Deutschland im Oktober 2020 geschlossen. Die Nutzung des Rakuten Shopping-Assistent und das Einlösen von Punkten bleiben weiter möglich.

 

✅ Vorteile

 

Rakuten lieferte den beteiligten Händlern ein recht breit gefächertes Spektrum von Services wie Bestell- und Zahlungsabwicklung, die Bereitstellung notwendiger Rechtstexte sowie umfangreiche Unterstützung bei Technik und Marketing. Dazu kam das Kundenbindungsprogramm über „Rakuten Super Points“, das zum erneuten Marktplatz-Kauf anregen sollte.

 

❌ Nachteile

 

Rakutens Angebot aus Shopping, Gaming-Angeboten und Zahlungsdienstleistungen ist zwar in Japan bewährt, überzeugte die deutsche Kundschaft aber offenbar nur in geringem Maße. 2020 verzeichnete rakuten.de nur rund zwei Millionen Besucher pro Monat, bei eBay waren es dagegen 240 Millionen. Gleichzeitig machte es Rakuten Händlern mit im Vergleich zur Konkurrenz hohen Grundgebühren, einem zwangsweisen Jahresabo und konstant hohen Verkaufsprovisionen von neun Prozent unnötig schwer.

 

WooCommerce

 

Bei WooCommerce handelt es sich um ein kostenlos erhältliches deutschsprachiges Plug-In für WordPress, das das beliebte Content-Management-System um die Funktion des Onlineshops ergänzt. Zielgruppe sind kleine und mittelständige Unternehmen mit begrenztem Budget, der Fokus liegt auf dem amerikanischen Markt. Nach aktuellem Stand wurde WooCommerce rund 15 Millionen Mal heruntergeladen und wird auf etwa1,05 Millionen Websites genutzt. Damit ist es eines des populärsten WordPress-Plug-Ins überhaupt.

 

✅ Vorteile

 

Der größte Vorteil von WooCommerce ergibt sich für alle Shop-Betreiber, die ohnehin WordPress für ihre Website nutzen: Das Plug-In zeichnet sich durch eine nahtlose Einbettung der E-Commerce-Funktionen ins WordPress-Framework aus. Zudem beschert die aktive Community den Nutzern eine reichhaltige Auswahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Erweiterungen, Features und Designelementen. Das schließt auch eine unkomplizierte Anbindung von Zahlungsdiensten wie Amazon Pay oder Klarna ein.

 

❌ Nachteile

 

In seiner Grundversion ist WooCommerce primär auf den US-Markt ausgelegt. In Deutschland kann es deshalb zu Abmahnungen kommen, da die deutschen Rechtsgrundlagen, etwa zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), nicht eingehalten werden. Um diese Stolperfalle zu vermeiden, sollten Händler hierzulande das kostenlose lizenzierte Plug-In WooCommerce Germanized nutzen.

 

Magento

 

2008 als reine Onlineshop-Software gestartet, ist Magento mittlerweile eine umfassende Digital Commerce Plattform mit Kompetenzen im Bereich Shopsystem, B2B-Funktionen, Business-Intelligence und Cloud-Hosting. Nutzer haben die Wahl zwischen zwei verschiedenen Distributionen: Magento Open Source ist kostenlos und richtet sich an kleine bis mittelständische Unternehmen. Für mittlere bis große Unternehmen, die Wert auf hohe Skalierbarkeit legen, ist die leistungsfähigere Distribution Magento Commerce gedacht. Magento zählt laut einer Studie von W3Techs zu den meistverwendeten Onlineshop Softwares (2020) und spielt hier in einer Liga mit Oracle oder SAP.

 

✅ Vorteile

 

Mit seinem großen Funktionsumfang wendet sich Magento klar an mittlere bis große Unternehmen. So lassen sich unter anderem im Site Management mehrere Shops mit eigenen Katalogen und Kunden auf mehrere Domains aufteilen und verwalten, um etwa im B2B-Handel Kunden gezielt ausgewählte Sortimente anzubieten. Die Abwicklung von Bestellungen im Warenwirtschaftssystem und das Kundenmanagement genügen auch hohen Ansprüchen. Dazu kommen Komfortfunktionen wie Mehrsprachigkeit für den internationalen Launch oder die „on the fly“-Installation für Module und Erweiterungen.

 

❌ Nachteile

 

Auch bei diesem System sind Zusatzmodule, aber auch Templates teils sehr teuer. Schwerer wiegt aber, dass der originale Magento-Shop teils mit den rechtlichen Bestimmungen in Deutschland kollidiert. Ohne zusätzliche Module, die diese Schwachstelle beheben, kann kein Magento-Shop rechtssicher an den Start gehen. Abhilfe schaffen etwa Market Ready Germany, MageSetup, Magento DE oder eigens für die Unternehmen programmierte Individuallösungen.

 

Prestashop

 

Die europäische E-Commerce-Plattform auf Open-Source-Basis basiert auf dem Framework Symfony und umfasst mehr als 600 Funktionen und mehr als 5.000 Module und Templates (so genannte PretaShop Addons) im Marketplace. 2007 als Uni-Projekt von fünf Studenten gegründet, hat Prestashop heute eine Community von über einer Million Mitgliedern. Mehr als 1.000 Entwickler arbeiten am Open-Source-Code und mehr als 250 Partner-Agenturen geben Hilfestellungen und individuelle Beratungen.

 

✅ Vorteile

 

Die sehr aktive Community hat die Open-Source-Lösung vielfältig ausgebaut, sodass für fast jeden Wunsch die passende Erweiterung bereitsteht. Händler können ihren Onlineshop nach eigenen Wünschen gestalten, Produkte und Bestellungen verwalten, die Lagerführung prüfen, Marketingmaßnahmen wie SEO und SEA einbauen und ihre Inhalte auf Social Networks verbreiten. Dazu kommen umfangreiche Optionen zur Datenanalayse.

 

❌ Nachteile

 

Open Source heißt nicht unbedingt günstig, denn schon bei der Einrichtung eines eigenen Online-Shops heißt es: Entweder selbst viel Gehirnschmalz investieren oder Geld für Agenturen ausgeben, denn gute HTML- und CSS-Kenntnisse sind die Grundvoraussetzung, um einen ansehnlichen Shop mit Prestashop zu bauen. Auch sollten Händler bedenken, dass ansehnliche Themes und Erweiterungen oft sehr teuer sind.

 

Hood

 

Der virtuelle Marktplatz wurde im Jahr 2000 in Köln als direkte Konkurrenz zur Auktionsplattform Ebay gegründet. Gewerbliche und private Käufer können ein kostenloses Mitgliedskonto erstellen und Produkte zum Kauf anbieten, ergänzend kann ein eigener Webshop eröffnet werden. Laut Unternehmen gibt es derzeit über zehn Millionen tägliche Angebote bei etwa zwölf Millionen aktiven Kunden.

 

✅ Vorteile

 

Die Gebührenstruktur von Hood ist etwas günstiger als die des direkten Konkurrenten eBay: Je nach Produktkategorie und gebuchten Shop-Paket liegt die Verkaufsprovision für gewerbliche Verkäufer zwischen drei und acht Prozent, eine Einstellgebühr gibt es nicht.   Auch die Möglichkeiten für Händler, ihre Produkte in verschiedenen Angebotsformen zu vermarkten, sind äußerst vielfältig: Zur Verfügung stehen die Optionen Sofort-Kauf, Verhandlungsbasis, Auktion, Powerauktion, Holländische Auktion sowie der eigene Shop. Zusätzlich lassen sich Marketingmaßnahmen als kostenpflichtige Ergänzung hinzubuchen.

 

❌ Nachteile

 

Mit der Reichweite des großen Konkurrenten eBay kann Hood nicht mithalten. Händler sollten deshalb genau gegenrechnen, ob die Vorteile der geringeren Gebühren für die lohnend sind.

 

AllYouNeed

 

Mittlerweile Geschichte ist der Online-Marktplatz von DHL/Deutsche Post. Gegründet 2010 unter dem Namen MeinPaket und 2012 in AllYouNeed umbenannt, schloss das E-Commerce-Portal 2018 seine Pforten. DHL schadete es nicht: Vom anhaltenden Wachstum des E-Commerce und der Paketmengen profitierte der Konzern ganz direkt.

 

✅ Vorteile

 

Mit der finanzstarken Mutter DHL/Deutsche Post und deren weltweiter Logistik hatte AllYouNeed eigentlich beste Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum und guten Service für Händler. Auch Leistungen wie die optionale Lagerung von Produkten hatten durchaus Potenzial. Zum Leidwesen der Händler wurde dieser Konzernteil eher stiefmütterlich behandelt, wie sich bald zeigte.

 

❌ Nachteile

 

DHL räumte bei Schließung des Marktplatzes ein, dass man nicht über das nötige Know-how verfügt und die notwendigen Kosten für umsatzsteigernde Werbung. Auf AllYouNeed aktive Händler klagten über technologische Schwachstellen, fehlenden Support, zu hohe Monatsgebühren und die zu geringen Umsätze.

 

DaWanda

 

Ebenfalls nur noch von historischem Interesse ist das 2006 gegründete deutsche E-Commerce-Onlineportal für selbstgefertigte Produkte. Laut Unternehmen waren zuletzt über 360.000 Hersteller und 6,9 Mio. Nutzer auf der Plattform aktiv. Nicht genug, um sich im Markt durchzusetzen: Seit 2018 ist DaWanda dauerhaft geschlossen. Das Unternehmen empfahl seinen Verkäufern und deren Kunden zum Konkurrenten Etsy zu wechseln.

 

✅ Vorteile

 

DaWandas Fokus auf selbstgefertigte Produkte sorgte dafür, dass sich hier vor allem entsprechend interessierte Kunden tummelten. Verkäufer solcher Produkte konnten hier direkt mit ihrer Zielgruppe in Kontakt treten. Dier Abrechnung durch DaWanda erfolgte recht unkompliziert durch Verkaufsprovisionen und Einstellgebühren.

 

❌ Nachteile

 

Die Spezialisierung des Online-Marktplatzes sorgte gleichzeitig dafür, dass er nicht für alle Händler geeignet war: Nicht alles durfte auf DaWanda angeboten werden, denn Voraussetzung für den Verkauf waren handgemachte, individualisierte und nach Maß angefertigte Produkte.

 

Wix

 

Wix, 2006 in Israel gegründet, ist eine Online-Plattform zur Erstellung von mobilen Websites und HTML5-Websites nach dem Cloudprinzip. Das Baukasten-Prinzip ermöglicht die Individualisierte Erstellung einer eigenen Website und eines kostenpflichtigen Shops. Laut Unternehmen nutzen bereits über 160 Millionen. Menschen die Plattform. Der Umsatz lag 2019 bei 761 Millionen US-Dollar bei einem operativen Verlust von 90 Millionen.

 

✅ Vorteile

 

Wix punktet mit den für Händler anfangs geringen Investitionskosten: Mit dem verwendeten Freemium-Modell ist die Erstellung der Website kostenlos, erst darüberhinausgehende Mehrleistungen sind kostenpflichtig. Websites lassen sich ohne Zuzahlung personalisieren. Zu den kostenpflichtigen Leistungen zählen etwa die die Entgegennahme von Verwaltung von Geldzahlungen, SEO-Optimierungen, Logo-Entwicklung und andere Marketingtools.

 

❌ Nachteile

 

Kostenlos heißt nicht gratis: Natürlich lässt sich Wix alle für Händler interessanten Services und insbesondere die Zahlungsabwicklung vergüten. Hier müssen Händler abwägen und vergleichen, ob die monatlichen Gebühren für den Cloudservice sich rentieren. Wie bei allen Baukasten-Systemen gilt auch hier: Damit der eigene Webshop professionell aussieht, sollte auch ein Profi das Design übernehmen. Zudem müssen Homepage und Onlineshop mit Extensions technisch angepasst werden, um DSGVO-konform zu sein.

 

Squarespace

 

Squarespace ist eine Online-Plattform für das Hosting von Websites und -shops mit passendem All-in-One Content-Management-System. Nutzer können sich so mit relativ geringem Aufwand eine eigene Webpräsenz zusammenbauen. Finanziert wird das Ganze durch monatliche Gebühren, eine Gratis-Option bietet Squarespace nicht.

 

✅ Vorteile
 

Mit 100 Designvorlagen bietet Squarespace eine zwar nicht riesige, aber durchaus ausreichende Menge an Optionen, mit denen sich der eigene Onlineshop gestalten lässt. Die Verwaltung der Shop-Funktionen einschließlich der soliden SEO-Optionen ist gut durchdacht und geht nach kurzer Eingewöhnungszeit leicht von der Hand.

 

❌ Nachteile

 

Wer Wert auf mehrsprachige Websites legt, sollte von Squarespace derzeit noch Abstand nehmen: Momentan gibt es keine einfache Möglichkeit, um diese Funktionalität im hauseigenen CMS umzusetzen. Darüber hinaus trifft auch auf Squarespace zu, was viele aus den USA exportierte Tools falsch machen: Volle Konformität des Shops mit deutschen und europäischen Rechtsnormen lässt sich nur umsetzen, wenn zusätzliche Plug-Ins installiert werden.

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